Morgenroutine als Paar

Morgenroutine als Paar

Morgenroutine als Paar
Photo by Lucas Favre on Unsplash

Eine Morgenroutine soll dich mit der nötigen Energie und Motivation versorgen, um das Beste aus dir und aus deinem Tag herauszuholen. Oft ist die Rede davon, wie du deine persönlichen Bausteine findest, um die ersten Stunden nach dem Aufstehen für dich perfekt zu gestalten. Vielleicht bist auch du gerade dabei, dir eine individuelle Morgenroutine aufzubauen, oder aber du hast schon seit Jahren den richtigen Ablauf für dich gefunden. Doch was ist, wenn eine Morgenroutine nicht nur für dich, sondern auch gemeinsam mit deinem Partner oder deiner Partnerin funktionieren soll? Eben zu zweit, aber dennoch individuell.

 

Wie ihr die passende Morgenroutine als Paar findet – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

Du kennst dich selbst am besten und weisst, was dir am Morgen guttut, worauf du Wert legst und welche Sachen du lieber sein lässt, weil sie dir beispielsweise Energie rauben oder dich stressen. Aber weisst du das auch von deinem Partner oder deiner Partnerin? Oft ist es schwierig zu sagen, was eine andere Person braucht und was ihr wichtig ist, um die nötige Motivation und Energie für den Alltag zu tanken. Es gilt also, eine Routine zu entwickeln, die für euch beide gleichermassen funktioniert. Wie das geht? Mit ein paar einfachen Schritten.

1. Schreibt auf, was euch wichtig ist

Bitte deinen Partner oder deine Partnerin zuerst, eine Liste mit den Dingen zu schreiben, die für ihn oder sie am Morgen wichtig sind. Du machst das gleiche. Wichtig ist, dass ihr das getrennt voneinander macht, sodass ihr euch nicht gegenseitig beeinflussen könnt. Denn nur wenn jeder einzelne von euch für sich selbst entscheidet, was für einen perfekten Morgen ausschlaggebend ist, gelingt es euch auch gemeinsam, eine Morgenroutine als Paar zu entwickeln. Damit ihr nicht jeder Stunden vor einem weissen Blatt Papier sitzt und überlegt, wie ihr eure Wünsche in Worte fasst, könnt ihr folgende Fragen nutzen:

  • Welche Lebensbereiche erfüllen dich und worin besteht die grösste Herausforderung?
  • Was gibt dir Energie und was raubt dir eben diese?
  • Was möchtest du ändern und wie kannst du dies in eine Morgenroutine integrieren?

Versucht beide, unabhängig voneinander möglichst klare Antworten auf diese Fragen zu finden. Denn nur so ist es möglich, eine Routine zu etablieren, die für dich wie auch für deinen Partner oder deine Partnerin funktioniert.

2. Sprecht miteinander

Nachdem ihr euch die Zeit genommen und eure Listen geschrieben habt, bedarf es eines Gesprächs, in dem ihr euch die einzelnen Punkte genauer anseht: Redet offen und ehrlich über eure Wünsche und Ziele, die ihr mit einer Morgenroutine erreichen wollt, und findet heraus, welche Gemeinsamkeiten ihr habt, worin sich eure Vorstellungen eines perfekten Morgens unterscheiden und wie ihr diese aufeinander abstimmen könnt.

3. Probiert aus

Eins + Eins = Zwei – oder vielleicht doch nicht? Nicht immer ist es so leicht, wie bei einer einfachen Mathematikaufgabe. Denn auch bei einer Morgenroutine als Paar kann es Höhen und Tiefen geben. Auch wenn du deinen Partner oder deine Partnerin gut kennst, seid ihr beide Individuen mit eigenen Persönlichkeiten und Bedürfnissen. So kann es passieren, dass du morgens beispielsweise eine Yogasession oder eine kurze Atemübung machen möchtest, deine bessere Hälfte sich aber lieber auspowert und eine Runde um den Block läuft. Also was tun? Bei einer gemeinsamen Morgenroutine sollten eure Persönlichkeiten im Fokus stehen: Seid ihr beide totale Energiebündel oder ist euch Ruhe am Morgen wichtig? Oder seid ihr sowohl das eine als auch das andere? Stimmt euch auch hier aufeinander ab und respektiert eure bessere Hälfte sowie deren Bedürfnisse.

Wichtig ist, dass ihr eure Morgenroutine nicht einfach über den Haufen werft, sobald etwas nicht optimal läuft. Versucht daher, eine gemeinsame Lösung zu finden und (wenigstens) die Teile, die für euch beide den gleichen Stellenwert einnehmen, miteinander zu machen und auf euren Lebensrhythmus abzustimmen. So könnte es zum Beispiel sein, dass für euch beide ein ausgiebiges, gesundes Frühstück wichtig ist, aber ihr bei Fitnessfragen andere Richtungen einschlagt. Die Lösung: Steht trotzdem gemeinsam auf, greift nach eurer Sportkleidung und macht Yoga beziehungsweise lauft eine Runde um den Block – getrennt, aber dennoch mit dem Gedanken, gemeinsam Sport zu machen. Im Anschluss daran geniesst ihr die Zeit zu zweit am Frühstückstisch, sprecht über Dies und Das und startet auf diese Art gemeinsam in den Tag.

Eine Morgenroutine als Paar bedeutet nämlich nicht, dem anderen morgens nicht von der Seite zu weichen, sondern vielmehr, gemeinsam eine Routine zu finden, die sowohl für den einzelnen als auch zusammen funktioniert.

Ihr habt unterschiedliche Arbeitszeiten? Auch das ist kein Problem. Denn eine Morgenroutine als Paar muss nicht jeden Tag stattfinden. So könnte jeder von euch seine eigene, ganz persönliche Routine unter der Woche haben und am Wochenende schafft ihr euch ein gemeinsames Ritual.

4. Nutzt Routinebausteine

Um eine Morgenroutine als Paar zu etablieren, ist es möglich, zur gleichen Uhrzeit aufzustehen. Nutzt hierfür beispielsweise einen Lichtwecker, um langsam aufzuwachen und gelassen in den Tag starten zu können – vielleicht sogar mit ein paar Extraminuten Kuschelzeit im Bett. Eine andere Option ist es, getrennt voneinander den Tag zu beginnen und erst später den Morgen gemeinsam zu geniessen. Dein Partner oder deine Partnerin liebt es beispielsweise, morgens schon aktiv zu sein, du bleibst aber lieber noch ein bisschen im Bett? Auch das ist machbar, sofern es für euch beide in Ordnung ist und jeder die Wünsche des anderen ernst nimmt.

Gerade beim Frühstück ist es auch ein schönes Ritual, die Zeit mit dem Partner oder der Partnerin bewusst zu geniessen und dafür das Smartphone auszuschalten. So könnt ihr euch ganz auf euch konzentrieren und schon morgens überlegen, worauf ihr beide Lust habt und wie ihr den Tag am liebsten nutzen möchtet.

5. Stellt eure Routine gelegentlich auf den Prüfstand

Du veränderst dich und auch dein Partner oder deine Partnerin entwickelt sich weiter. Stellt daher eure Morgenroutine als Paar gelegentlich auf den Prüfstand. Denn auch die beste Morgenroutine kann irgendwann Hindernisse haben, die auf den ersten Blick unüberwindbar scheinen. Daher gilt immer: Alles ist anpassbar.

 

Bei einer Morgenroutine als Paar ist es essenziell, euch stets aufeinander abzustimmen. So kann der eine schon den Kaffee oder den Tee zubereiten, während der andere nach einem kurzen Workout noch unter der Dusche steht. Mit der Zeit werden sich solche Kleinigkeiten einspielen und ihr werdet merken, welche Abläufe für euch am besten funktionieren, wer für welche Aufgaben zuständig ist und wie oft ihr eine Morgenroutine als Paar erleben wollt, um sowohl allein als auch zu zweit glücklich zu sein.

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Lena Müller

Lena Müller

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Lena Müller ist Texterin, Übersetzerin, Lektorin und Sprachdozentin. Neben einem Espresso und einem gesunden Frühstück sind ein gutes Buch und Yoga feste Bestandteile ihrer Morgenroutine, um voller Energie und gut gelaunt in den Tag zu starten. Mithilfe ihrer Texte möchte sie auch dir zeigen, warum es wichtig ist, Zeit für sich selbst zu nehmen.

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