Mini-Interviews mit GlücksexpertInnen: Daniel Hess

Mini-Interviews mit GlücksexpertInnen: Daniel Hess

Morgenstund hat Glück im Mund Interviews mit Glücksexperten

Wie starten die Menschen in den glücklichsten Ländern der Welt in den Tag? Was können wir von ihnen lernen? Und welche Morgenrituale machen nicht nur uns selbst glücklich, sondern tun auch unseren Familien gut? GlücksexpertInnen aus Deutschland und der Schweiz liefern in unserer Mini-Interview-Serie Antworten auf diese spannenden Fragen. 

  

Daniel Hess Glücksschule Portrait InterviewDaniel Hess – Familienrituale

Auf einen gemeinsamen Start mit seinen liebsten Menschen schwört auch der vierfache Vater Daniel Hess vom Schweizer Verein Glücksschule1. Denn glückliche Familien und Schulen tragen zu glücklichen Kindern bei, die wiederum freudvoll lernen. Beginnend beim Schulsystem möchte die Bewegung, die auf dem gleichnamigen Buch des Beziehungs- und Lebenscoach basiert, einen allgemeinen Bewusstseinswandel unterstützen: weg vom Ego, hin zur Potenzialentfaltung, zur inneren Kraft und Lebensfreude. Diesen Themen widmet sich die Glücksschule auch auf YouTube und dem Glücksschul-Kongress.

 

Was macht einen glücklichen Start in den Tag aus?

Der Hauptfokus unseres Wirkens richtet sich auf die inneren Prozesse in den Menschen. Aus meiner Sicht ist dieser Aspekt – also das Bewusstsein, mit dem wir den Tag angehen – viel zentraler als die äussere Struktur wie Rituale. Wir müssen uns immer wieder daran erinnern, worum es wirklich geht. Es braucht die innere Entscheidung, nicht mehr das Ego zu stärken, nicht mehr Recht haben zu wollen, keine Bestätigung im Aussen zu suchen oder sich über andere zu erheben. Diese Entscheidung kann und sollte meiner Meinung nach früh am Morgen getroffen werden. Schon beim Aufstehen ist es wichtig, sich folgendes klarzumachen: Heute geht es um meine innere Verbundenheit, alle Gefühle dürfen da sein. Dieses Bewusstsein und den inneren Beobachter zu aktivieren, ist am frühen Morgen die wichtigste Massnahme für einen gelungenen Tag.

 

Ihr arbeitet mit Eltern und Pädagogen. Wie können sie die Kinder unterstützen, glücklich in den Tag zu starten?

Mein Tipp ist es, sich morgens zu treffen und zum Beispiel gemeinsam zu frühstücken. Es ist gut, sich in Ruhe hinzusetzen, zu spüren, zu fühlen, zu erleben. Auch wenn das in unserem Alltag fast nicht möglich ist, scheint das eine wichtige Grundlage für den Start in den Tag zu sein. Wenn meine vier Kinder zu unterschiedlichen Zeiten aus dem Haus müssen, gestaltet sich das schwieriger. Dennoch sitzen wir mit jedem Kind am Tisch.

 

Und wie kann es in der Schule gelingen?

In der Schule wäre es wichtig, statt mit einem Fachthema und dem, was auf dem Stundenplan steht, mit einer verbindenden Frage zu beginnen: Was ist dein Ziel für diese Woche? Was wolltest du schon einmal jemandem in der Klasse sagen? Was macht dir wirklich Freude? Vielleicht startet die Klasse auch mit einer Meditation. Wichtig ist es, erst Verbindung zu schaffen, statt gleich mit dem Abarbeiten zu beginnen.

 

Quellen:

[1] Verein Glücksschule Schweiz. Verfügbar unter gluecksschule.ch

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Doris Neubauer

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Schreibende, Vernetzende, Reisende und vor allem eine, die nicht still sitzen kann. Und doch ist Meditation neben Yoga sowie der Tasse Kaffee ein unerlässlicher Bestandteil ihrer Morgenroutine. Diese liebt sie genauso wie das Erzählen inspirierender, Mut machender Geschichten.

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