Heimische Superfoods – für den Extrakick zum Frühstück

Heimische Superfoods – für den Extrakick zum Frühstück

Heimische Superfoods
Photo by Alisa Anton on Unsplash

Superfoods sind seit einigen Jahren buchstäblich in aller Munde. Vor allem zum Frühstück haben sich die Lebensmittel etabliert. Kein Wunder, denn sie liefern viele wichtige Nährstoffe, die unser Körper gerade am Morgen dringend braucht. Das Beste daran: Es gibt viele einheimische Superfoods.

Chiasamen, Açai-Beeren oder Spirulina. Ob in Smoothies, als Pulver, in Müeslis, Riegel oder sogar in Kosmetikprodukten: Das Interesse an den natürlichen Nährstoffbomben ist riesig, wie eine kleine Recherche im Internet zeigt. Gibt man den Begriff etwa bei Google ein, landet man sagenhafte 344 Millionen Treffer.

Kleine Menge, grosse Wirkung

Auch wenn die Wirksamkeit der Superfoods oftmals nicht wissenschaftlich belegt sind und der Begriff gesetzlich nicht abgestützt ist (lies hier mehr zum Thema), wäre es unfair, sie als reine Marketing-Produkte abzustempeln. Denn es gibt tatsächlich Lebensmittel, die gesünder oder reichhaltiger sind als andere. Diese haben den Vorteil, dass man kleinere Mengen davon verzehren muss, um eine bestimmte Menge Nährstoffe zu sich zu nehmen. Ganz nach dem Motto: Kleine Menge, grosse Wirkung. Interessanterweise handelt es sich dabei aber bei weitem nicht nur um exotische Beeren, Samen oder Früchte, die erst über lange Transportwege zu uns gelangen (und hier zu überteuerten Preisen verkauft werden), sondern oftmals um einheimische Pflanzen, die genauso viel Potenzial haben und um einiges nachhaltiger sind, da sie nicht importiert werden müssen.

Schweizer Superfoods für deinen Start in den Tag

Wir haben dir die wichtigsten einheimischen Superfoods zusammengestellt. Sie liefern dir eine geballte Ladung Vitamine und Nährstoffe und eignen sich darum ideal zum Frühstück, um voller Power in den Tag zu starten. Falls du zu jenen Menschen gehörst, die morgens kaum Hunger verspüren oder dir einfach die Zeit für ein Frühstück fehlt, kannst du deinen Lieblingssaft mit einem (oder mehreren) der folgenden Zutaten in einen Blender geben und als Smoothie geniessen.

1. Brennnessel

Während der Kindheit gilt die Brennnessel bei Streifzügen durch Wald und Wiesen als Feind Nummer Eins. Doch das grüne Gewächs ist eine wertvolle Heilpflanze. Je nach Art steckt in einer Brennnessel doppelt so viel Eisen wie in Spinat, ausserdem ist sie reich an Calcium, Vitamin C und Carotin, Kalium, Magnesium und Natrium. Und: Sie enthält sogar bis zu neun Prozent an Eiweiss. Brennesselblätter wirken blutreinigend, blutbildend, entgiftend, harntreibend und stoffwechselanregend. Es lohnt sich daher die Brennnessel vermehrt auf den Speiseplan zu nehmen. Du kannst sie als Tee in Drogerien und Apotheken kaufen oder beim nächsten Spaziergang selbst sammeln (Handschuhe nicht vergessen!) und zuhause trocknen.

Tipp: Magst du morgens keine heissen Getränke, kannst du ein paar Blätter in deinen Smoothie mixen.

2. Heidelbeeren

Falls du dich für Superfoods interessierst, hast du bestimmt schon mal von den viel gepriesenen Açai-Beeren gehört: Die tropische Frucht aus dem Amazonas ist bekannt für ihre antioxidative Wirkung, ausserdem soll sie vor frühzeitiger Hautalterung schützen. Das mag ja sein. Aber allein schon die Tatsache, dass wir die Beeren zuerst um den halben Globus transportieren müssen, macht sie in unseren Breitengraden zu einem No-Go. Vor allem, wenn wir in der Heidelbeere ein gleichwertiges Pendant dazu haben: Reich an Vitamin A, Folsäure, Vitamin C, E und B-Vitaminen ist die Heidelbeere ein unglaubliches Powerpaket für unsere Gesundheit! Die darin ebenfalls enthaltenen Anthocyane bekämpfen freie Radikale und unterstützen unsere Nervenzellen. Schweizer Heidelbeeren gibt es von Juli bis September. (Einen ausführlichen Artikel zur Heidelbeere findest du hier).

Wichtig: Wenn du das ganze Jahr über Schweizer Heidelbeeren geniessen möchtest, kannst du die Beeren im Sommer portioniert tiefkühlen.

3. Leinsamen

Seit vor einigen Jahren Promis wie Gwyneth Paltrow oder Orlando Bloom die Wirkung von Chiasamen anpriesen, hält sich der Hype um diese klitzekleinen Wundersamen ununterbrochen. Vor allem Veganer schwören darauf, weil sie reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Unsere Alternative? Leinsamen! Sie besitzen knapp 30 Prozent mehrfach ungesättigter Omega-3-Fettsäuren (das ist sogar mehr als in Fisch enthalten ist), liefern Ballaststoffe, sind reich an Folsäure (wichtig für den Zellwachstum) und wirken dank ihrer natürlichen Phytoöstrogene ausgleichend auf den Hormonhaushalt und – last but not least – reduzieren sie Heisshunger.

Tipp: Zwei bis drei Esslöffel Leinsamen deinem Müesli oder Porridge beigeben.

4. Hirse und Hafer

2013 wurde Quinoa zur Pflanze des Jahres gekürt und ist auch bei uns sehr beliebt, nicht zuletzt, weil sie Getreide ähnelt, aber glutenfrei ist. Der Quinoa-Boom hat aber seine Schattenseiten: Durch die ständige Nachfrage in reichen Ländern ist der Quinoa-Preis ständig gestiegen. Das bedeutet: Wo Quinoa früher ein Grundnahrungsmittel für viele Bauern war, ist sie nun für sie zu teuer. Da setzen wir doch lieber auf unsere altbewährten Hafer- oder Hirseflocken.

Hafer kann dabei helfen, den Blutzucker- und Cholesterinspiegel zu senken, es schützt den Darm und wirkt ausserdem sehr sättigend. Hirse hat einen hohen Anteil an Silizium (Kieselsäure) und beschert uns schöne, kräftige Haare und Nägel. Hirse enthält Eisen, Magnesium und Phosphor und hat einen hohen Gehalt an Vitamin C, B-Vitaminen und Vitamin E.

Tipp: Du kannst anstelle von Hafer dein Porridge mit Hirseflocken machen. Idealerweise kombinierst du dazu eine Vitamin-C-haltige Frucht – so kann der Körper das Eisen besser aufnehmen.

5. Sanddorn

Ist die Rede von Vitamin C, denken wir meistens an Zitrusfrüchte. So hat sich frisch gepresster Orangensaft bei vielen als Frühstücks-Klassiker durchgesetzt. Allerdings reagieren viele empfindlich auf die darin enthaltene Säure – vor allem in Kombination mit Kaffee. Eine gute Alternative ist Sanddorn. Wegen seines sehr sauren Geschmacks wird Sanddorn allerdings nur selten roh verzehrt. Idealerweise kauft man das Wildobst als Saft, Sirup (schmeckt übrigens heiss oder kalt) oder als Konfitüre. Sanddorn ist eine richtige Vitamin-C-Bombe, schon wenige Teelöffel Sanddornsaft decken den Tagesbedarf einer erwachsenen Person an Vitamin C. Ausserdem ist es reich an Eisen, Calcium, Mangan und Magnesium.

Wichtig: Sanddorn enthält sogar Vitamin B12, das üblicherweise nur in tierischen Produkten vorkommt und ist daher gerade für Vegetarier und Veganer geeignet.

Weitere Informationen:

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