Gesunde und ungesunde Routinen am Morgen

Gesunde und ungesunde Routinen am Morgen

Gesunde ungesunde Routinen Unterschied
Photo by Caroline Attwood on Unsplash

Was sind eigentlich gesunde und was ungesunde Routinen? Schwierige Frage. Um hier wirklich unterscheiden zu können, betrachten wir die Routinen, die in der Gesellschaft als gesund beziehungsweise ungesund wahrgenommen werden, und die Routinen, die dir persönlich nicht guttun und somit ungesund für dich sind. So gilt in der Gesellschaft beispielsweise Rauchen als ungesund, wohingegen Sport am Morgen von vielen als etwas Positives gesehen wird. Vielleicht bemerkst du aber auch, dass dir zum Beispiel Milchprodukte zum Frühstück mehr Verdauungsprobleme bereiten als dich mit Energie zu versorgen.

Um deine bestehenden Routinen richtig einordnen zu können, helfen dir folgende Fragen:

  • Was tut mir gut und was nicht?
  • Zu welchen Routinen muss ich mich eher zwingen?
  • Wird eine meiner Routinen als negativ von der Gesellschaft angesehen?
  • Welche Routine möchte ich ändern, weil ich zum Beispiel keinen Nutzen aus ihr ziehe?

Diese Fragen unterstützen dich dabei, ungesunde Routinen in deinem Alltag zu erkennen, um sie danach in gesunde zu ändern. Doch Achtung, nicht alle Morgenroutinen, die auf den ersten Blick als gesund gelten, sind es auch in Wirklichkeit.

 

5 ungesunde Routinen, die als gesund wahrgenommen werden

Gehörst du auch zu den Menschen, die einer klaren Morgenroutine folgen und sich dennoch nach wenigen Stunden müde und ausgelaugt fühlen? Keine Angst, dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, deine Morgenroutine zu überdenken. Denn oft sind Routinen, die du als gesund wahrnimmst, in Wahrheit ungesund und kosten dich mehr Energie als du bisher vermutest.

  1. Du springst aus dem Bett.

Dein Wecker klingelt und die Snooze-Taste ist keine Option mehr für dich. Sehr gut, denn so soll es auch sein. Doch auch wenn du denkst, dass schnelles Aufstehen genau das Richtige am Morgen ist, liegst du falsch. Auf diese Weise schaffst du eine unnötige Stresssituation, die du problemlos auch vermeiden könntest. Strecke dich lieber, atme tief durch und erlaube es dir, langsam wach zu werden und schliesslich entspannt aufzustehen.

  1. Du duschst heiss.

Gehörst du auch zu den Menschen, die lieber heiss als kalt duschen? Die Wahrheit ist: Den meisten geht es so. Doch eine heisse Dusche ist gar nicht so gesund, wie du vielleicht denkst. Heisses Wasser schädigt deiner Haut nämlich viel mehr als kaltes Wasser, was in erster Linie für trockene Hauttypen auf Dauer unangenehm werden kann. Versuche daher in Zukunft, die Wassertemperatur so weit nach unten zu schalten, dass sie ungefähr deiner Körpertemperatur entspricht. Auf diese Weise tust du nämlich deiner Haut etwas Gutes.

  1. Du frühstückst (nicht).

Einige behaupten, das Frühstück sei die wichtigste Mahlzeit des Tages. Andere meinen, man könne es problemlos auslassen. Richtig oder falsch gibt es hier nicht, denn in erster Linie solltest du auf deinen Körper hören. So kann es sein, dass du morgens direkt nach dem Aufstehen keinen Hunger hast, sondern erst zwei Stunden später frühstücken möchtest. Oder aber du nutzt die erste halbe Stunde des Tages, um dich mit ausreichend Nährstoffen und Vitaminen zu versorgen. Beides ist in Ordnung, sofern du dich gut dabei fühlst.

Weniger gut dagegen ist, wenn du aufgrund einer Diät oder ähnlichem nicht frühstückst. Denn für jede Situation gibt es auch das passende Frühstücksrezept.

  1. Du trinkst Kaffee.

Trinkst du Kaffee, um wach zu werden oder weil er dir einfach so gut schmeckt? Falls Kaffee ein Genussmittel für dich ist und du ihn nur in geringen Mengen trinkst, ist alles in Ordnung. Greifst du jedoch zur schwarzen Brühe, um der Müdigkeit zu entkommen und Energie für den Tag zu gewinnen, bewirkst du wohl eher das Gegenteil. Denn Kaffee kann süchtig machen und ein zu hoher Kaffeekonsum kann deutlich machen, dass du mehr schlafen solltest. Doch es gibt auch Alternativen: So kannst du morgens beispielsweise auch zu Tee oder Kakao greifen. Weitere Kaffee-Alternativen findest du hier.

  1. Du siehst auf deine To-Do-Liste.

Die Zeit, die du deiner Morgenroutine widmest, gehört dir und nicht deiner To-Do-Liste, die dir deine Aufgaben vor Augen führt und dich mit unnötigem Stress versorgt. Sieh stattdessen schon am Vorabend nach, was am nächsten Tag zu tun ist und wie viel Zeit du dir dafür einplanen solltest. Auf diese Weise kannst du dir morgens Zeit lassen und deine Morgenroutine, die sich nur um dich und um deine Bedürfnisse dreht, geniessen. Dein Körper und Geist werden es dir auf Dauer danken!

 

Von der ungesunden zur gesunden Routine – so geht‘s

Damit es dir gelingt, ungesunde Routinen durch gesunde zu ersetzen, musst du dich mit dir selbst, deinen Gefühlen sowie deinen Erfahrungen beschäftigen. Doch die folgenden drei Schritte helfen dir dabei:

  1. Akzeptanz

Der erste Schritt liegt in der Akzeptanz deiner ungesunden Gewohnheit. Du musst sie nämlich zuerst erkennen und annehmen, damit du sie ändern kannst. Wenn du also eine ungesunde Routine in deinem Leben bemerkt hast, überlege dir, warum sie ungesund für dich ist und akzeptiere sie letztendlich.

  1. Veränderung

Im nächsten Schritt denkst du darüber nach, wie du mit dieser ungesunden Routine umgehen möchtest: Soll sie verschwinden oder möchtest du sie durch eine gesunde Routine ersetzen? Anschliessend widmest du dich der Veränderung: Mal dir in Gedanken aus, was passieren würde, wenn du diese ungesunde Routine ablegen könntest. Wie verändert sich deine Einstellung und was passiert mit deinem Körper? Danach gilt es, diese Routine mit Mut und Zuversicht loszulassen und sie durch eine gute Routine zu ersetzen.

  1. Erfolg

Eine Routine, die schon lange besteht, zu verabschieden oder zu ändern, ist schwierig und meistens mit viel Arbeit verbunden. Daher ist es umso wichtiger, dass du deine Erfolge feierst. Sei stolz auf dich, wenn du beispielsweise nur eine statt zwei Zigaretten geraucht oder nur zehn statt zwanzig Minuten auf dein Smartphone gesehen hast. Denn auch kleine Schritte helfen dir dabei, eine ungesunde Routine aus deinem Leben zu streichen und sie gegebenenfalls durch eine gesunde Routine zu ersetzen.

 

Besser heute als morgen

Niemand möchte ungesunde Routinen in seinem Leben haben. Daher nutze deine Zeit besser heute als morgen und optimiere deine Morgenroutine. Dein Körper und Geist werden es dir danken und du wirst dich langfristig wohler fühlen sowie glücklicher sein.

Welche ungesunde Routine möchtest du ändern?

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Lena Müller

Lena Müller

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Lena Müller ist Texterin, Übersetzerin, Lektorin und Sprachdozentin. Neben einem Espresso und einem gesunden Frühstück sind ein gutes Buch und Yoga feste Bestandteile ihrer Morgenroutine, um voller Energie und gut gelaunt in den Tag zu starten. Mithilfe ihrer Texte möchte sie auch dir zeigen, warum es wichtig ist, Zeit für sich selbst zu nehmen.

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