Fit in den Tag mit Ayurveda

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Ayurvedische Morgen Morgenroutine
Photo by Chelsea Shapouri on Unsplash

Heisses Wasser trinken, die Zunge reinigen und die passenden Yoga-Übungen. Die ayurvedische Morgenroutine besteht aus verschiedenen Anwendungen, die helfen, harmonisch und voller Energie in den Tag zu starten.

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Ein Sprichwort, das perfekt zur ayurvedischen Morgenroutine passt – denn diese beginnt ganz früh am Morgen vor 6 Uhr. Die Dinacharya, so der korrekte Begriff, ist ein wichtiger Bestandteil des Ayurveda (lese hier mehr über den Morgen aus ayurvedischer Sicht). Sie umfasst eine ganze Reihe von Schritten, die Körper und Psyche reinigen und einen Start voller Power in den Tag versprechen.

Wir haben dir eine ausgiebige Routine zusammengestellt, die zwar zeitaufwändig, aber auch sehr lohnenswert ist. Sie eignet sich daher eher, um dir am Wochenende oder Zwischendurch etwas Gutes zu tun und dir ein bisschen Ich-Zeit zu gönnen. Für den Alltag kannst du dir die Schritte herauspicken, die du am mühelosesten in deinen jetzigen Morgenablauf integrieren kannst. Entscheide spontan, was gerade am besten passt – denn auch mit kleinen Schritten kommst du ans Ziel.

1. Früh aufstehen

Auch wenn du vielleicht am Wochenende genau das Gegenteil machen möchtest, solltest du den Wecker früh stellen. Denn die Dinacharya geht schon sehr bald los. Idealerweise stehst du irgendwann zwischen 5 und 6 Uhr auf und begrüsst den Tag mit den ersten Sonnenstrahlen.

2. Heisses Wasser trinken

Statt mit einem Kaffee oder Tee beginnst du deinen Tag mit einem Glas heissem Wasser.  Das aktiviert die Verdauung und den Stoffwechsel. Du kannst das Wasser am Abend vorher abkochen, in eine Thermosflasche abfüllen und neben das Bett stellen – und es noch im kuschelig warmen Bett geniessen.

3. Ölziehen

Gandusha, wie das Ölziehen im Ayurveda genannt wird, ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber ein sehr wichtiger Schritt. Du nimmst dazu einen Esslöffel Sesamöl (alternativ geht auch Sonnenblumen- oder Kokosöl) in den Mund und bewegst es etwa fünf Minuten lang hin und her, bis es seinen Geschmack verliert (beim Ausspucken sollte das Öl eine weissliche Farbe haben). Das Ölziehen reduziert die Stoffwechselschlacken (Toxine, die beim Stoffwechsel entstehen), wirkt reinigend sowie entzündungshemmend und kräftigt das Zahnfleisch.

4. Zunge schaben

Nach dem Gandusha wird die Zunge ausgiebig gereinigt. Du kannst dazu einen speziellen Zungenschaber oder alternativ einen kleinen Löffel nehmen. Damit schabst du sanft und langsam deine Zunge ab und löst auf diese Weise die Ablagerungen, die sich über Nacht angesammelt haben. Danach darfst du dir wie gewohnt die Zähne putzen.

5. Abhyanga Massage

Der wahrscheinlich angenehmste Teil der ayurvedischen Morgenroutine ist die morgendliche Massage. Für die anregende Abhyanga-Anwendung massierst du den ganzen Körper mit Sesamöl, das regt die Durchblutung an und pflegt deine Haut. Du beginnst dabei mit dem Kopfbereich und arbeitest dich mit kreisenden Bewegungen bis zu den Füssen herunter. Anschliessend solltest du das Öl zwanzig Minuten lang einwirken lassen, bevor du es wieder abduschst.

6. Nasenspülung

In der Zwischenzeit kannst du dich dem Neti, der Nasendusche widmen. Mit einem speziellen Nasenkännchen füllst du abwechslungsweise das linke und das rechte Nasenloch mit lauwarmem Salzwasser und spülst so die Nase. Besonders im Winter empfiehlt sich dieser Schritt, da er die Nasenschleimhäute pflegt.

7. Meditation

Du kannst die Zeit zwischen Massage und Dusche auch mit einer kurzen Meditation nutzen. Dies hilft dir dabei, bewusst und entspannt in den Tag zu starten. Du bist noch ein Greenhorn in Sachen Meditation? Hilfreiche Tipps für Einsteiger und konkrete, einfache Meditationsübungen findest du im Helsana-Blog.

8. Frühstück

Nachdem du dich abgeduscht und die bisherige Morgenroutine durchgeführt hast, verwöhnst du dich mit einem stärkenden Frühstück. Wobei man im Ayurveda unter «stärkend» ein leichtes und nährendes Frühstück versteht, das nicht schwer im Magen liegt. Denn am Morgen funktioniert die Verdauung noch auf Sparflamme. Warme, stoffwechselanregende Zutaten sind ideal. Zum Beispiel ein warmer Getreide-Porridge mit Bananen und Zimt. Wichtig: Milchprodukte und saure Früchte sollte man aus ayurvedischer Sicht nicht kombinieren, da sie die Verdauung erschweren.

Mit diesem Ayurveda-Morgenritual wirst du deinen Tag vitaler und stressfreier beginnen. Und nach einer Weile merken, wie gut es dir tut, von Anfang an achtsam und entspannt zu sein und wie bereichernd diese frühen Morgenstunden für dich sind.

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Helsana

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