Fettkiller Morgensport – früh aufstehen lohnt sich

Fettkiller Morgensport – früh aufstehen lohnt sich

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Photo by Lucas Favre on Unsplash

Sport vor dem Frühstück lohnt sich! Denn das morgendliche Workout sorgt für Energie und gute Laune. Und zapft sogar die Fettreserven an – eine perfekte Kombination, um lästige Pölsterchen loszuwerden und fit in den Tag zu starten.

Vielleicht gehörst du ja zu jenen Menschen, die morgens zunächst mal nur eines wollen: Kaffee! Dazu ein herzhaftes Frühstück, danach eine Runde in Ruhe duschen und erst dann in den Tag starten. An dieser Morgenroutine ist nichts auszusetzen – sofern du vor dem Sommer nicht noch ein paar hartnäckige Fettpölsterchen loswerden und generell mehr Power haben möchtest. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Sport am Morgen besser ist als am Abend. Ganz nach dem Motto: «Morgenstund hat Gold im Mund». Hier erfährst du, warum es sich lohnt, ein bisschen früher aufzustehen und den Tag mit körperlicher Anstrengung statt mit dem Frühstück zu beginnen.

1. Du verbrennst mehr Fett

Im Rahmen einer Gesundheitsstudie der britischen Universität Barth1 untersuchten Forscher zwei Gruppen von Übergewichtigen, wobei eine Gruppe während sechs Wochen vor, die andere nach dem morgendlichen Workout frühstückte. Die Probanden, die vor dem Frühstück trainierten, verbrannten die doppelte Menge an Fett im Vergleich zur anderen Gruppe. Der Grund: Wenn man auf nüchternen Magen trainiert, zapft der Körper für die Energiegewinnung die vorhandenen Fettreserven an (statt Glukose aus der Nahrung), Fettpölsterchen werden somit schneller abgebaut. Wichtig: Das erste Training auf nüchternen Magen sollte nur 15 bis 20 Minuten dauern. Danach kannst du es wöchentlich um fünf Minuten steigern, bis du das ideale Zeitfenster von 40 bis 60 Minuten erreichst. Falls dein Kreislauf bei leerem Magen nicht mitmacht, kannst du eine Handvoll Nüsse (z.B. Mandeln) oder eine oder eine kohlenhydratarme Frucht essen, je nach Saison zum Beispiel Aprikosen, Beeren, Kiwi oder Grapefruit.

2. Du steigerst deine Konzentration

Hirnforscher der Sporthochschule Köln2 untersuchten den Einfluss von Sport auf das Gehirn und stellen fest: Wenn wir uns sportlich betätigen, wird unser Gehirn besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Ausserdem fördert Sport das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit. Somit profitiert besonders vom Morgensport, wer einen langen Tag mit kopflastiger Arbeit vor sich hat. Zudem konnten die Forscher nachweisen, dass gewisse Botenstoffe, so genannte Myokine, die der Körper bei intensiver Muskelbeanspruchung ausschüttet, direkt auf das Gehirn wirken:  Sie stoppen beispielsweise Entzündungen und regulieren die Immunabwehr.

3. Du hast bessere Laune

Zugegeben: Die ersten paar Mal braucht es Überwindung. Doch dein Durchhaltewille wird mit einer grossen Portion guter Laune und Zufriedenheit belohnt. Denn wenn wir unseren Körper mit Sport antreiben, schüttet dieser eine Ladung Glückshormone aus. Wie etwa Serotonin und Dopamin. Gleichzeitig schüttet das Hirn durch Sport weniger Stresshormone (z.B Kortisol) aus. Dies hilft dir, den Tag gelassener und entspannter zu meistern.

4. Du hast abends wieder mehr Zeit

Sport macht Spass. Und wir fühlen uns jedes Mal besser, wenn wir uns körperlich betätig haben. Doch nach einem langen Tag voller Verpflichtungen ist man abends oftmals zu müde, um Sport zu machen. Oder man überwindet sich und ist danach enttäuscht, das schon wieder ein Tag vorbei ist. Erledigt man sein Fitnessprogramm jedoch am Morgen, gibt das einem a) ein sehr gutes Gefühl und b) hat man abends automatisch mehr Zeit für sich, für Freunde und Familie. Und: Morgens hat man die Laufstrecke oder die Geräte im Gym praktisch für sich allein.

Welche Sportart eignet sich für Frühsport?

Die gute Nachricht: Alle. Es kommt eigentlich nur auf dich an. Auf die Zeit, die du dir morgens frei schaufeln kannst. Und auf deine Motivation. Du musst für den Frühsport nicht mal aus dem Haus, denn es gibt eine Menge Übungen, die du problemlos zuhause machen kannst.

 

Joggen

Joggen ist Volkssport Nummer eins. Seit Jahren schon begeistern sich immer mehr Menschen für diesen Sport. Kein Wunder, braucht es als Ausrüstung lediglich ein paar gute Laufschuhe und atmungsaktive Kleidung. Falls du wenig Zeit hast, rennst du ein paar Runden bei dir im Quartier. Schöner und gesünder wird es, wenn du fürs Joggen in die Natur gehst.

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Klassische Fitnessübungen

Falls du für deinen Morgensport nicht aus dem Haus möchtest, kannst du auf die altbewährten Turnübungen zurückgreifen. Hampelmann, auf dem Boden liegen und wie wild Velo fahren, ein paar Kniebeugen und natürlich die Liegestützen nicht vergessen.

Tipp: Es gibt mittlerweile viele gute Apps mit verschiedenen Trainings-Sequenzen, die du je nach Ausdauer und Zeit einstellen kannst. Kennst du schon den Helsana-Coach? Die App liefert u.a. auch Tipps und Übungen zu Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit.

 

Schwimmen

Mit einem eigenen Pool sind die wenigsten von uns gesegnet. Doch gibt es in der Schweiz viele Möglichkeiten, auch ohne Privatpool seine Längen im Wasser zu schwimmen. Viele öffentliche Bäder öffnen bereits um 6 Uhr und eignen sich daher für ein Morgen-Workout. Im Sommer auch im See oder Fluss – perfekter kann ein Tag gar nicht beginnen, oder?

Tipp: Hast du Probleme mit dem Rücken, gibt es keinen besseren Sport als Rückenschwimmen. Es kostet ein wenig Überwindung, da du nicht nach vorne schauen kannst. Doch morgens sind wenig Schwimmer unterwegs.

 

Fitness-Studio

Mittlerweile gibt es Fitnessstudios, die sogar rund um die Uhr geöffnet haben. Es spielt also keine Rolle, wie früh du unterwegs bist. Das Beste daran: Morgens hat es viel weniger Menschen im Gym als zu den üblichen Stosszeiten. Du brauchst also weder bei den Geräten noch auf Hanteln oder andere Hilfsmittel warten.

Tipp: Lass dir von einem Personal Trainer eine Trainings-Sequenz zusammenstellen. So kannst du direkt deine «Problemzonen» angehen und lernst, worauf du achten musst, ohne dich zu verletzen.

 

Du siehst, Frühsport zahlt sich mehrfach aus. Welchen Sport machst du bereits? Und was möchtest du mal morgens ausprobieren?

Quellen:

[1] Edinburgh, Robert M.; Bradley, Helen E. et al. (2020). Lipid Metabolism Links Nutrient-Exercise Timing to Insulin Sensitivity in Men Classified as Overweight or Obese. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 105 (3), 660-676. Verfügbar unter: academic.oup.com

 

[2] Zimmer, P.; Oberste, M. et al. (2015). Einfluss von Sport auf das zentrale Nervensystem – Molekulare und zelluläre Wirkmechanismen. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 66 (2), 42-49. Verfügbar unter: germanjournalsportsmedicine.com

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