Es muss nicht immer Kaffee sein: Weckende Alternativen

Es muss nicht immer Kaffee sein: Weckende Alternativen

Kaffee Alternativen
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Espresso, Cappuccino oder Café Latte? 2,9 Tassen Kaffee trinken Schweizerinnen und Schweizer pro Tag. Nur die Deutschen und Norweger konsumieren laut globaler Erhebungen noch mehr. Zumindest bisher. Denn laut Prognosen der Internationalen Kaffeeorganisation soll der Konsum 2019/2020 um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen.1 Doch das koffeinhaltige Getränk geniesst nicht bei allen einen guten Ruf. Einerseits sorgt Kaffee zwar für ein schnelles Hoch, der Energieschub hält aber nicht lange an. Um das anschliessende Tief zu überbrücken, bist du gezwungen, erneut zu Kaffee zu greifen und trinkst so vielleicht mehr als dir lieb ist. Andererseits ist der Wachmacher nicht die bekömmlichste Variante. Kaffee kann Sodbrennen verursachen, gilt als schlecht fürs Herz-Kreislauf-System und soll in hohen Mengen zu Herzrasen, Schlafstörungen, Unruhe und Kopfschmerzen führen. Und auch sein bitterer Geschmack ist nicht jedermanns Sache.

Wenn du Kaffee entsagst, musst du aber nicht auf einen energiereichen Start in den Tag verzichten. Wir haben dir hier verschiedene Alternativen zum Kaffee zusammengestellt.

 

Guarana: Energieschub aus Südamerika

Mit dem Aufkommen der Energy-Drinks hat das Guarana-Pulver die Welt erobert. Ursprünglich stammt der Wirkstoff aus dem südamerikanischen Amazonas-Gebiet. Er steckt in den Samen der roten Guarana-Frucht, die geschält, getrocknet und fein gemahlen werden. Das Pulver wird in Wasser aufgelöst getrunken. Da der bittere Geschmack gewöhnungsbedürftig ist, mischst du das Pulver am besten mit Fruchtsaft, einem Smoothie oder einer kräftigen Suppe. Eine Messerspitze reicht, um den energiereichen Effekt zu spüren: Drei Gramm Guarana-Pulver wirken wie drei Tassen Kaffee.

 

Mate-Tee: bringt Stoffwechsel und Verdauungssystem auf Trab

Mit Mate stammt ein weiterer Energiespender aus Südamerika. Zubereitet wird es aus den Blättern des Mate-Strauchs, die getrocknet, geschnitten und mit kochendem Wasser überbrüht werden. Den süss-säuerlichen Geschmack muss man aber mögen. Manche behaupten gar, er erinnere an Schweizer Kräuterlimonade.

Wie Guarana weist Mate einen hohen Koffeingehalt auf, wirkt aber langsamer und somit länger als Kaffee. Zudem ist es bekömmlicher. Weiters punktet Mate damit, dass es den Stoffwechsel und das Verdauungssystem auf Trab bringt, den Appetit hemmt und Vitamine sowie Mineralien enthält.

 

Schwarzer Tee: macht nicht nur Briten wach

Dank seines natürlichen Koffeins gilt schwarzer Tee seit langem als guter Wachmacher. Im Gegensatz zu Kaffee kommt Koffein darin nur in geringeren Mengen vor, sodass Erwachsene bis zu sieben Tassen pro Tag trinken können. Ein weiterer Unterschied ist, dass die Wirkstoffe nach und nach an den Körper abgegeben werden. So setzt der Energieschub langsamer ein, hält aber dafür viel länger an. Zu verdanken ist das den im Tee enthaltenen Gerbstoffen und Aminosäuren. Zudem beinhaltet schwarzer Tee Vitamin B und Kalium, die den Kreislauf in Gang bringen. Aber Achtung: Lass den Tee bei der Zubereitung nicht länger als –zwei bis drei Minuten ziehen. Ansonsten wird das Getränk bitter, und auch die anregende Wirkung lässt zu wünschen übrig.

 

Matcha Tee: der grüne Muntermacher

Im grünen Tee stecken neben Koffein viele gesunde Pflanzenstoffe und Antioxidantien, die beruhigend auf den Magen wirken. In den letzten Jahren hat sich besonders der japanische Matcha als Star unter den Grüntees etabliert. Statt die Teeblätter aufzugiessen, werden sie gemahlen (Matcha = japanisch für gemahlener Tee) und in Wasser, Smoothies oder Milch aufgelöst. Dadurch bleiben mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente erhalten. Aminosäuren und Gerbstoffe sorgen zudem für einen längeren Energieschub.

 

Kakao: milde Koffein-Dosis für Naschkatzen

Koffein ist im Kakao nur in geringem Ausmass vorhanden. Dass das süße Getränk dennoch einen Energieschub gibt, liegt vielmehr am strukturverwandten Wirkstoff Theobromin. Dieser regt nämlich das Nervensystem an.

 

Lupinenkaffee: koffeinfreier Kaffeegeschmack

Eine Alternative, die glutenfrei, ohne Koffein oder Kaffeesäure, magenfreundlich und regional ist – Lupinenkaffee ist auf dem Vormarsch. Die ganzen Samen der Hülsenfrucht, die zur Familie der Erbsen, Kichererbsen und Erdnuss gehört, werden wie Kaffeebohnen geröstet. Das darin enthaltene Protein, zahlreiche Mineralien und Spurenelemente haben eine aufputschende Wirkung. Geschmacklich kommt er von allen Kaffeealternativen am ehesten an das Original heran. Manche behaupten aber auch, dass er nussig oder nach Kakao schmeckt.

 

Brennnessel: muntermachendes Heilkraut

Sein hoher Gehalt an Eisen macht Brennnesseltee gesund, das ist allgemein bekannt. Die Wenigsten wissen allerdings, dass er Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und Müdigkeit entgegenwirkt. Anders als bei Kaffee gibt der Brennnesseltee zwar keinen schnellen Energiekick, doch regelmässig getrunken erhöht er über längere Zeit die Vitalität und macht so wacher.

 

Kurkuma: goldene Vitalität

Auch Kurkuma-Latte ist längst in aller Munde. Das Gewürz, das aus der Knolle der Gelbwurz-Pflanze gewonnen wird und auch in Currypulver steckt, soll entzündungs- und schmerzhemmend wirken und sogar körpereigene Glückshormone aktivieren. Durch seine blutverdünnende Wirkung erhöht Kurkuma den Blutfluss und steigert damit das Vitalgefühl.

 

Weizengras: für eine Extraportion Vitamine

Das Superfood aus dem jungen Gras der Weizenpflanze wirkt wie ein echter Energiekick auf Körper und Geist. Dafür sorgt die Vielzahl der enthaltenen Nährstoffe: Die Vitamine C, E und B sowie Kalzium, Eisen, Magnesium und Eiweiss stecken in diesem Power-Getränk. Das macht den Weizengrassaft besonders gesund. Allerdings verdaut unser Magen das Gras nicht so leicht. Du solltest das süsslich schmeckende Getränk deshalb immer brühen oder kochen und schluckweise zu dir nehmen.

 

Ingwer-Tee: heizt Kreislauf und Verdauung an

Die Schärfe der Ingwerknolle bringt den Kreislauf und den Stoffwechsel ordentlich in Schwung. Zusätzlich stärkt Ingwer das Immunsystem und kurbelt die Fettverbrennung an.

 

Zitronen-Wasser: sauer macht munter

Wer morgens gleich nach dem Aufstehen ein Glas Wasser mit frisch gepresster Zitrone trinkt, regt dank des darin enthaltenen Vitamin C seinen Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System an.

 

Wasser: pure Energie

Wasser trinken wirkt durchblutungsfördernd und somit belebend. Nehmen wir zu wenig Flüssigkeit auf, schaltet unser Kreislauf auf Sparflamme. Wir werden müde und fühlen uns ausgelaugt.

 

Guarana, Mate oder Ingwer-Tee? Mit Koffein oder ohne? Welcher Kaffeeersatz sich für deinen morgendlichen Energieschub am besten eignet, das ist meist bloss eine Frage des Geschmacks. Eines macht die Fülle an Alternativen deutlich: Es muss nicht immer Kaffee sein!

Quellen

[1] N.N. (2020). Statista Research Department. Kaffee in der Schweiz. Zugriff am 13.09.2020 unter https://de.statista.com/outlook/30010000/155/kaffee/schweiz

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Doris Neubauer

Doris Neubauer

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Schreibende, Vernetzende, Reisende und vor allem eine, die nicht still sitzen kann. Und doch ist Meditation neben Yoga sowie der Tasse Kaffee ein unerlässlicher Bestandteil ihrer Morgenroutine. Diese liebt sie genauso wie das Erzählen inspirierender, Mut machender Geschichten.

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