Die richtigen Bausteine für die eigene Morgenroutine finden

Die richtigen Bausteine für die eigene Morgenroutine finden

Bausteine einer Morgenroutine
Photo by Joshua Hoehne on Unsplash

Es gibt nicht die perfekte Morgenroutine, die für jede Person funktioniert. Das ist auch gut so. Denn eine Morgenroutine ist persönlich, flexibel und vor allem individuell an dich und deine Bedürfnisse anpassbar. Umso wichtiger ist es daher, dass du auch die richtigen Bausteine für dein eigenes Morgenritual findest.

Die eigene Morgenroutine aufbauen – so geht’s

Um herauszufinden, wie du deinen Morgen am liebsten verbringst und welche Bausteine optimal in deinen Lebensrhythmus wie auch in deine Vorstellung eines Tages passen, musst du einige grundlegende Fragen für dich beantworten. Das Gute dabei ist: Es gibt kein richtig oder falsch und aus jeder Erkenntnis kannst du deinen Morgen noch mehr an deine Wünsche, an dein Leben sowie an deine Ziele anpassen.

Frühaufsteher oder Langschläfer?

Gehörst du zu den Lerchen und bist schon früh morgens auf den Beinen? Oder zählst du eher zu den Eulen, die lieber bis spät in die Nacht das Leben geniessen und daher erst spät aufstehen? Um ehrlich zu sein, ist es egal, ob du Frühaufsteher oder Langschläfer bist. Denn dein Morgen beginnt nicht zu einer bestimmten Uhrzeit, sondern in dem Moment, in dem du die Augen aufschlägst.

Mit Blick auf deine Morgenroutine gibt es dennoch ein paar Anhaltspunkte: Wenn du früh aufstehst, wird es dir vermutlich leichter fallen, die Ruhe zu geniessen. Du hast keine lauten Nebengeräusche und kannst dich ganz auf dich selbst fokussieren. Den meisten bereitet es daher keine Mühe, zu meditieren oder Atemübungen zu machen. Als Langschläfer dagegen wird es schwierig, denn es besteht immer die Möglichkeit, dass das Telefon klingelt, eine E-Mail sich ankündigt oder jemand vor deiner Tür steht. So kostet es Personen mit einem späteren Start in den Tag häufig mehr Anstrengung, sich auf sich selbst zu konzentrieren und die Welt um sich zu vergessen.

Mach dir Gedanken, für welche Teile deiner Morgenroutine du absolute Ruhe benötigst und welche Teile du trotz einiger Hintergrundgeräusche geniessen kannst. So sind Meditationsübungen besonders für Frühaufsteher geeignet – wenn der Rest der Welt noch im Bett liegt. Langschläfer dagegen profitieren beispielsweise besonders im Winter davon, erst aufzustehen, wenn der Tag bereits angebrochen ist. So sind Sport an der frischen Luft oder ein kleiner Spaziergang optimal, um die Zeit am Morgen zu geniessen und motiviert in den Tag zu starten.

Viel oder wenig Zeit?

Obwohl die meisten glauben, dass eine Morgenroutine viel Zeit in Anspruch nimmt, liegt es ganz allein in deiner Hand. Denn du entscheidest, ob du dir zehn Minuten oder eine Stunde Zeit nehmen möchtest. Dabei solltest du immer folgende Grundregel im Hinterkopf behalten: Es ist besser, jeden Tag ein paar Minuten für sich selbst zu nutzen, als einmal pro Woche eine Stunde.

Natürlich hängt es auch davon ab, wie du deine Morgenroutine aufbauen möchtest. Denn je mehr Komponenten sie hat, desto mehr Zeit wirst du auch benötigen. Probiere daher am besten aus, wie viel Zeit du mit dir selbst verbringen möchtest und passe sie so lange an, bis du die optimale Länge für dich gefunden hast.

Dennoch gibt es immer Tage, an denen du viel Zeit hast, und Tage mit wenig Zeit. Doch auch deine Morgenroutine ist flexibel und kann an deinen Tagesplan angepasst werden. So kannst du an Tagen mit vielen Terminen beispielsweise nur zehn anstatt dreissig Minuten meditieren oder dir dein Frühstück schon am Abend vorher zubereiten, um morgens ein paar Minuten zu sparen und trotzdem wie gewohnt den Tag zu beginnen.

Frühstück – ja oder nein?

Du konntest bereits im Interview mit Evelyne Dürr lesen, wie wichtig ein Frühstück ist. Daher nur die wichtigsten Informationen auf einen Blick: Ob dein Frühstück gross oder klein, süss oder salzig, warm oder kalt ist, liegt an dir. In erster Linie soll es dir schmecken und dir dabei helfen, die nötige Energie für den Tag zu bekommen.

Hast du Angst, dass du nicht die Zeit hast, dir ein ausgiebiges Frühstück zu gönnen? Keine Sorge! Es gibt viele Möglichkeiten, schon am Abend vorher ein gesundes und leckeres Frühstück vorzubereiten. Overnight Oats und ein veganes Bananenbrot mit Erdnussbutter schmecken mindestens genauso gut wie ein frisch zubereitetes Porridge oder ein Müesli. Probier es einfach mal aus und du wirst sehen, wie du auf diese Weise ein paar Minuten am Morgen sparen und den Tag noch entspannter beginnen kannst.

Oder gehörst du zu den Menschen, die am Morgen lieber nichts essen? Auch das ist möglich, solange du auf deinen Körper achtest und es dir dabei gut geht.

Eher aktiv oder doch passiv?

Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, wie ein Tag beginnen kann. Daher ist es umso wichtiger, herauszufinden, ob du eher eine Vorliebe für das Aktive oder doch für das Passive hast. Wenn du dich am Morgen schon voller Tatendrang fühlst und am liebsten direkt loslegen möchtest, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Sportarten wie Joggen oder eine kleine Runde Fahrradfahren eine gute Option. Alternativ kannst du auch zu deinem Lieblingssong quer durch die Wohnung tanzen und dabei laut mitsingen. Dies bringt gleichzeitig noch gute Laune mit sich und zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht. Oder geniesst du es, deinen Tag in aller Ruhe zu beginnen? Dann könnte Yoga oder eine Atemübung genau das Richtige für dich sein.

Und auch hier gibt es kein richtig oder falsch: Finde heraus, was dir guttut, und gestalte deine Morgenroutine so, wie du es möchtest – egal ob sie letztendlich aktiv oder passiv ist.

Klare Strukturen oder lieber Kreativität?

Eine Morgenroutine ist in der Regel eine Abfolge verschiedener Handlungen, die – sofern sie funktioniert – nicht verändert wird. So gibt es Menschen, die eine klare Struktur dem kreativen Chaos vorziehen. Um also den letzten Baustein für deine Morgenroutine zu ermitteln, musst du herausfinden, ob dir Struktur oder Kreativität wichtiger ist.

Die einen lieben es, schon am Vorabend den nächsten Morgen bis ins kleinste Detail zu planen und beispielsweise das gewünschte Workout herauszusuchen oder die Kaffeetasse schon vor die Maschine zu stellen. Die anderen möchten sich am Morgen kreativ ausleben und nach Lust und Laune entscheiden, ob sie zum Beispiel lieber ein Bild malen, ein Buch lesen oder ein Musikinstrument spielen. Doch versteh das nicht falsch: Es ist immer besser, deinem Morgen schon am Vorabend eine grobe Struktur zu geben, um morgens nicht in Stress versetzt zu werden.  Versuche dich daher selbst besser kennenzulernen und herauszufinden, wie viel Planung für deine persönliche Morgenroutine richtig ist.

Bausteine für eine Morgenroutine sind individuell und anpassbar

Wie bereits zu Beginn erwähnt, gibt es keine perfekte Morgenroutine, die für jeden funktioniert. Setz dich daher mit den einzelnen Bausteinen auseinander und gestalte deine Morgenroutine so, wie du es für richtig hältst. Und keine Angst, nur die wenigsten finden auf Anhieb ein System, das perfekt funktioniert. Probiere Verschiedenes aus, verändere die Teile, die du nicht gut findest, und passe so deine Morgenroutine an deine Bedürfnisse an. Vielleicht wird das einige Wochen dauern, doch sei geduldig und geniesse die Möglichkeit, deinen Morgen so zu gestalten, wie du ihn möchtest.

Welcher Baustein ist dir besonders wichtig, um eine gute Morgenroutine zu etablieren?

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Lena Müller

Lena Müller

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Lena Müller ist Texterin, Übersetzerin, Lektorin und Sprachdozentin. Neben einem Espresso und einem gesunden Frühstück sind ein gutes Buch und Yoga feste Bestandteile ihrer Morgenroutine, um voller Energie und gut gelaunt in den Tag zu starten. Mithilfe ihrer Texte möchte sie auch dir zeigen, warum es wichtig ist, Zeit für sich selbst zu nehmen.

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