7 Geheimnisse für produktive Morgenroutinen

7 Geheimnisse für produktive Morgenroutinen

Produktive Morgenroutinen
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Anders als du vielleicht zuerst vermuten würdest, sind produktive Morgenroutinen nicht nur für Frühaufsteher. Denn die Uhrzeit, wann du den Tag beginnst, ist eher Nebensache. Die Wörter produktiv und Langschläfer stehen sich nicht gegenüber, sondern funktionieren ebenso gut, wie ein Frühaufsteher einen produktiven Morgen haben kann.

Warum ist eine produktive Morgenroutine so wichtig?

Eine Morgenroutine an sich ist schon Gold wert, doch wenn sie dann auch noch produktiv ist, legst du den Grundstein für einen erfolgreichen Tag. Durch die Struktur, die du am Morgen erfährst und durch die du entspannt die erste Stunde des Tages geniessen kannst, sorgst du dafür, dass dein Körper und Geist im Einklang sind.

Wenn du dagegen deinen Tag unter Stress beginnst, indem du beispielsweise viel zu spät aus dem Bett springst und wenig später deinen Kaffee oder Tee auf dem Weg zur Arbeit trinkst, wirst du weder konzentriert arbeiten noch gut gelaunt sein. Dies mag einige Tage funktionieren, aber Stress kann auf Dauer sowohl psychologische als auch physiologische Beschwerden auslösen: So sind chronische Erschöpfung, Beschwerden des Magen-Darm-Traktes oder auch Schwangerschaftskomplikationen keine Seltenheit.1 Umso wichtiger ist daher, dass du auf dich selbst achtest und dir eine produktive Morgenroutine etablierst.

7 Geheimnisse einer produktiven Morgenroutine

Mithilfe der folgenden sieben Geheimnisse kannst du dir eine produktive Morgenroutine aufbauen – unabhängig davon, wann du aufwachst.

1. Deaktiviere den Snooze-Button

Die meisten wissen, wie tückisch der Snooze-Button ist, und verwenden ihn dennoch. Obwohl er dir morgens mit verführerischer Stimme ins Ohr flüstert, wie schön noch ein paar Extra-Minuten Schlaf wären, ist es genau das Gegenteil, was du machen solltest. Zum einen gelingt es dir nicht, in diesen wenigen Extra-Minuten eine komplette Schlafphase (von Einschlafphase bis zum Tiefschlaf) zu durchlaufen. Diese ist schon deshalb nicht erholsam, weil du von deinem Wecker aus einer der Schlafphasen (und nicht nach einem abgeschlossenen Schlafzyklus) gerissen wirst, was auf kurze Dauer beispielsweise zu geringer Leistungsfähigkeit oder schlechterer Konzentration führt. Wenn du zudem des Öfteren während einer Schlafphase geweckt wirst, kann dies langfristig gesundheitliche Probleme hervorrufen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.2 Zum anderen minimierst du durch die Betätigung des Snooze-Buttons die Zeit am Morgen, die ganz allein dir gehört.

Deaktiviere daher die Funktion des Snooze-Buttons und stell deinen Wecker am besten auf die andere Seite des Zimmers. So stellst du sicher, dass du morgens auch wirklich aufstehst, sobald dein Wecker klingelt.

2. Schalte dein Smartphone in den Flugmodus

Greifst du morgens auch als erstes nach deinem Smartphone, um deine Mails oder Social-Media-Kanäle zu checken? Keine Sorge, den meisten geht es so. Dabei ist der Morgen die Zeit des Tages, die nur dir gehört. Die Lösung: Schalte dein Smartphone in den Flugmodus. Auf diese Weise hast du Kontrolle und kannst selbst entscheiden, ab welchem Zeitpunkt du für andere erreichbar sein möchtest.

Nutzt du Apps, um morgens zu meditieren oder ein kurzes Workout zu machen? Auch das ist in den meisten Anwendungen dank der Downloadmöglichkeit kein Problem. Probiere es einfach aus und finde heraus, wie entspannt und dennoch produktiv du die ersten Stunden deines Tages verbringen kannst.

3. Nimm dir Zeit für Selbstreflexion

Besonders wenn du Zeit mit dir selbst verbringst, lernst du dich besser kennen. Du erfährst mehr über deine Wünsche und Motivationen, welche dich antreiben, sowie über deine Ziele, die du sowohl privat als auch beruflich erreichen möchtest. Selbstreflexion, beispielsweise durch Morning Pages oder Journaling, hilft dir dabei, herauszufinden, was in dir steckt.

4. Trink ein grosses Glas Wasser und frühstücke gesund

Nachts kann dein Körper bis zu zwei Liter Wasser verlieren, wodurch du morgens ein grosses Glas trinken solltest, um deine Speicher wieder aufzufüllen und nicht dehydriert in den Tag zu starten. Denn Wasser dient nicht nur zur Verdünnung deines Blutes, sondern auch als Transport- oder Kühlmittel. Gleichzeitig hilft es dir dabei, leistungsfähig zu bleiben und mit einem klaren Kopf loszulegen – unser Gehirn besteht nämlich zu 80-90 % aus Wasser.3

Neben einer ausreichenden Wasseraufnahme ist auch ein gesundes Frühstück wichtig. Aus heimischen Superfoods lassen sich beispielsweise leckere Bowls oder Porridge machen oder du probierst mal eines der Rezepte auf Urbanrise aus.

5. Treibe Sport, meditiere oder mach eine Atemübung

Sowohl ein kurzes Workout oder eine kleine Laufrunde als auch Meditation können sich positiv auf deinen Tag und deine Produktivität auswirken. Durch regelmässige Bewegung bist du leistungsfähiger sowie gesünder und erfährst ein grösseres Wohlbefinden, wobei ebenfalls Angst, Depression und Belastung reduziert werden können.4 Ob du dich für ein intensives Workout, eine ruhige Mediation, eine Atemübung oder eine Kombination aus mehreren entscheidest, ist dir überlassen. Fakt ist jedoch: Körperlich aktiv zu sein, hilft dir enorm dabei, deinen Morgen sowie deinen gesamten Tagesablauf in eine produktive Richtung zu lenken und auf Dauer leistungsfähiger zu sein.

6. Vermeide Entscheidungen und nutze den Vorabend

Um Stress zu vermeiden und produktiv in den Tag starten zu können, solltest du so viele Entscheidungen wie möglich am Morgen vermeiden. Nutze lieber den Vorabend, um den Beginn des nächsten Tages zu planen und zu strukturieren. So kannst du beispielsweise deine Kleidung zurechtlegen oder deine Sportschuhe bereitstellen. Je weniger Entscheidungen du nämlich treffen musst, desto entspannter kannst du die Zeit am Morgen auch geniessen und dich auf dich selbst konzentrieren.

7. Hör auf dich selbst

Es gibt viele Möglichkeiten, eine produktive Morgenroutine zu etablieren. Dennoch ist es immer am wichtigsten, dass du auf dich selbst und deinen Körper hörst. Nur weil in verschiedenen Büchern steht, dass eine Meditation am Morgen das Richtige ist, heisst das nicht, dass es auch für dich sein muss. Probiere verschiedene Sachen aus und finde heraus, was für dich ein produktiver Morgen ausmacht. Ist es beispielsweise statt einem intensiven Workout ein ausgiebiges Frühstück mit einem guten Buch? Dann mach das. Wichtig ist, dass du dich gut und entspannt fühlst. Denn nur so gelingt es dir, nicht nur produktiv, sondern auch gut gelaunt deinen Tag zu beginnen.

Wie sieht eine produktive Morgenroutine für dich aus und was sind ihre Geheimnisse?

Quellen

[1] Hoyer, Jürgen; Wittchen, Hans-Ulrich et al (2011). Klinische Psychologie & Psychotherapie. DOI 10.1007/978-3-642-13018-2_48. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag. Zugriff am 15.06.2020 unter https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-642-13018-2_48.pdf

[2] Preuk, Monika (2010). Geheimnis des gesunden Erwachens. Zugriff am 24.06.2020 unter https://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/schlafen/news/geheimnis-des-gesunden-erwachens-schlaf-wach-rhythmus_id_1923787.html
[3] Borgstedt, Nils (2015) Unser Gehirn – 7 Fakten. Zugriff am 24.06.2020 unter https://www.gesuendernet.de/gesundheit/koerper-a-geist/item/1238-unser-gehirn-7-fakten.html
[4] Lippke, Sonia; Vögele, Claus (2006). Sport und körperliche Aktivität. In: Renneberg B., Hammelstein P. (eds) Gesundheitspsychologie. Springer-Lehrbuch, 195-216. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag. Zugriff am 15.06.2020 unter https://www.researchgate.net/profile/Sonia_Lippke/publication/304540593_Sport_und_Korperliche_Aktivitat_Sport_and_physical_activity/links/54c95cb40cf2f0b56c22dcad/Sport-und-Koerperliche-Aktivitaet-Sport-and-physical-activity.pdf

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Lena Müller

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Lena Müller ist Texterin, Übersetzerin, Lektorin und Sprachdozentin. Neben einem Espresso und einem gesunden Frühstück sind ein gutes Buch und Yoga feste Bestandteile ihrer Morgenroutine, um voller Energie und gut gelaunt in den Tag zu starten. Mithilfe ihrer Texte möchte sie auch dir zeigen, warum es wichtig ist, Zeit für sich selbst zu nehmen.

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